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Urheber-Rechte auf Lernplattformen

Art. 11 des Urheberrechtsgesetz regelt klar, dass geistiges Eigentum geschützt und im Falle der lizenzierten Verwendung eine angemessene Vergütung/Lizenzgebühr zu zahlen ist. Dies trifft in der digitalen Bildungsbranche auf die Werke von Autoren zu, die Content für Bildungsplattformen erstellen. Neu ist ein EU-Beschluss aus dem Jahr 2019, der die Betreiber von Internetportalen für Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer haftbar macht. Die Länder sind nun bis 2021 verpflichtet, diese Entscheidung gesetzlich umzusetzen.

Was bedeutet das für E-Learning-Portale?

Sofern keine Freigabe des Content-Autors vorliegt, dass sein Werk „kostenlos“ veröffentlicht werden darf, hat der Betreiber eines Lernportals „beste Anstrengungen“ zu unternehmen, die Urheberrechte der Autoren zu schützen. Das bedeutet, das Herunterladen, Kopieren, unerlaubte Weitergeben von Lerninhalten oder Login-Daten, ohne dafür zu bezahlen, zu unterbinden. Ausnahmen davon gibt es lediglich für Non-Profit-Organisationen (z.B. Wikipedia) und Handelsplattformen (z.B. Amazon, Ebay).

Eine echte Herausforderung für die Programmierung von Lern-Plattformen, denn einfache, schlichte Lösungen gibt es dafür nicht. Das Platzieren von Cookies ist zu diesem Zweck völlig unzureichend, da diese sowohl kopiert als auch gelöscht werden können. Für die Lernplattform COMPAS wurde ein umfangreicher, mehrstufiger Prozess entwickelt, der solchen Missbrauch zuverlässig verhindert und gleichzeitig Missbrauchsversuche durch User dokumentiert. E-Learning-Anbieter sind gut beraten,  diesem Thema bei der Auswahl eines Lernportals hohe Priorität zu geben und den aktuellen Stand ihrer Plattform zu prüfen. Die Strafen für Urheberrechtsverletzungen sind erheblich.